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30.07.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Die Sonne scheint wieder

Fünf Jahre nach Niederlage im Streik für die 35-Stunden-Woche in Ostdeutschland zeigt sich die IG Metall weitgehend erholt. Wieder bessere Mitgliedergewinnung

Daniel Behruzi
Es ist etwas mehr als fünf Jahre her, seit die IG Metall ihr bisher größtes tarifpolitisches Desaster erlebte. Im Juni 2003 hatte sie unter dem Motto »Im Osten geht die Sonne auf« für die Durchsetzung der 35-Stunden-Woche und damit die Angleichung der Arbeitszeiten an die in den westlichen Bundesländern gekämpft. Für die 8000 gewerkschaftlich gut organisierten Stahlkocher erzielte sie einen schnellen Erfolg. Doch in der Metall- und Elektroindustrie mit rund 310000 Beschäftigten brach der damalige IG-Metall-Chef Klaus Zwickel den Ausstand nach wenigen Wochen ergebnislos ab. Vorangegangen waren heftige Auseinandersetzungen in einigen Streikbetrieben, aber auch öffentliche Auftritte von Betriebsratsfürsten westdeutscher Autokonzerne, die den Streikenden in den Rücken fielen. Dem Ausstand folgte ein Machtkampf, der die Gewerkschaft lähmte und sie viele Mitglieder kostete. Im Osten werde die IG Metall »für 20 Jahre kein Bein mehr auf den Boden kriegen«, meinte...

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