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21.07.2008 / Thema / Seite 10

Krieg oder Privatisierung?

Die vom US-Kongreß vorgeschlagenen Wirtschaftssanktionen und ein Waffengang gegen das Land würden die Übernahme von Staatsbetrieben durch ausländische Investoren ­sabotieren. Das Nachsehen hätten die Konkurrenten der USA und die zivile Wirtschaft

Michel Chossudovsky
Ist der Krieg gegen den Iran vorläufig auf Eis gelegt? Teheran steht kurz davor, aufgrund eines umfangreichen Privatisierungsprogramms im Zeichen des »Freien Marktes«, ausländischen Anlegern zu gestatten, volles Eigentum an Unternehmen des iranischen Staates zu erwerben – was als entgegenkommende Geste gegenüber dem Westen verstanden werden könnte.

Der iranische Staat steckt bei einem Rohölpreis von 140 Dollar pro Faß keineswegs in einer finanziellen Zwangsjacke wie die meisten verschuldeten Entwicklungsländer, denen von ihren Gläubigern auferlegt wird, ihr Staatsvermögen zu veräußern, um die wachsende Auslandsschuld zu bedienen. Was also sind die politischen Motive hinter dieser Maßnahme? Und warum jetzt? Mehrere westliche Gesellschaften sind bereits angesprochen worden. Teheran will ausländischem Kapital erlauben, »unbegrenzt Aktien staatlicher Unternehmen, die zum Verkauf anstehen, zu übernehmen«.

Irans Privatisierungsprogramm wurde Ende der 19...



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