03.07.2008 / Inland / Seite 2

»Die Belegschaft von Karmann ist kampferprobt«

Delegation des Autoherstellers aus Osnabrück demonstrierte vor Niedersachsens Landtag. Ein Gespräch mit Gerhard Schrader

Mirko Knoche
Gerhard Schrader ist stellvertretender Betriebsratsvorsitzender des Autoherstellers Karmann in Osnabrück

Die niedersächsische Linksfraktion hat am Mittwoch im Landtag eine dringliche Anfrage zur Lage der Firma Karmann gestellt. Sie waren mit einer Betriebsdelegation an der Bannmeile. Was wollten Sie bewirken?

Wir hatten eine Fotoausstellung »Jeder Arbeitsplatz hat ein Gesicht« dabei und wollten zeigen, daß es beim drohenden Arbeitsplatzverlust bei Karmann nicht um anonyme Zahlen geht. Unser Unternehmen hat in den letzten Jahren von 7200 Arbeitsplätzen über die Hälfte abgebaut – auf jetzt 3500 Stellen. Es geht hier um Menschen und Fami­lien, um ganz viele Einzelschicksale.

Wie viele Arbeitsplätze sind jetzt erneut in Gefahr?

Prinzipiell sind alle Arbeitsplätze bedroht. Wenn – wie die Eigentümer überlegen – die Sparten Fahrzeugbau und Werkzeugbau geschlossen werden, ist für mich fraglich, ob der Rest des Unternehmens überleben kann. Wir wären dann natürli...

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