03.07.2008 / Wissenschaft & Umwelt / Seite 15

Die Arthrose des Skythen

Typisches Nomadengebiß bei unzureichender Mundhygiene, etwa 2300 Jahre alt: Zum Stand der Untersuchungen einer mongolischen Eismumie

Reimar Paul
Der Skythenkrieger litt an chronischer Vereiterung von Kiefern- und Stirnhöhlen. Er hatte Arthrose und am linken Unterarm eine nicht vollständig verheilte Fraktur. Andere Knochen waren von einer tumorähnlichen Krankheit befallen, »und das war eventuell auch die Todesursache«, sagt Michael Schultz. Der Professor für Paläopathologie leitete ein Wissenschaftlerteam, das die Überreste des 2006 in einer Grabkammer im mongolischen Altaigebirge entdeckten Reiters untersucht hat. Nach anderthalb Jahren präsentierten die Forscher in Göttingen nun erste Ergebnisse.

Das Reitergrab gilt als »Sensationsfund«, als eine der wichtigsten Entdeckungen aus der Skythen-Zeit. Die in Eis eingeschlossene Mumie war in einer Höhe von 2500 Metern im südöstlichen Teil des Gebirges im Dreiländereck von China, Rußland und der Mongolei auf mongolischem Territorium entdeckt worden. Wegen des Dauerfrostes im Boden war sie bis auf das Gesicht und den Brustkorb sehr gut erhalten geblieben....

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