Gegründet 1947 Dienstag, 25. Juni 2019, Nr. 144
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28.06.2008 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Ohne Solidarität hätten wir nicht überleben können«

Gespräch mit Robert Meeropol. Über seine Eltern Ethel und Julius Rosenberg, über Justizmorde und die Rosenberg-Stiftung

Peter Wolter
Robert Meeropol wurde 1947 als Sohn der US-amerikanischen Kommunisten Ethel und Julius Rosenberg geboren, die am 19. Juni 1953 auf dem elektrischen Stuhl im US-Zuchthaus Sing Sing hingerichtet wurden. Er und sein Bruder Michael wurden später von dem Ehepaar Anne und Abel Meeropol adoptiert. Robert Meeropol lebt heute im US-Bundesstaat Massachusetts
Die US-Behörden hatten die Rosenbergs im Sommer 1950 verhaftet und mit konstruierten Beweisen beschuldigt, Atomspionage für die Sowjetunion betrieben zu haben. Zugleich hatten sie angeboten, auf die Todesstrafe zu verzichten, falls die Rosenbergs der Regierung die Namen von Genossen der KP preisgeben. Sie ließen sich nicht erpressen und gingen eher in den Tod, als zu Verrätern zu werden.

Das Schicksal Ihrer Eltern, die am 19. Juni 1953 von der US-Justiz auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurden, hat damals Millionen Menschen in aller Welt bewegt – es war ein kaltblütiger Justizmord. Haben Sie jemals an Rach...

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