16.06.2008 / Thema / Seite 10

Drohendes Wettrüsten

Außenpolitisch nähert sich Indien weiter an die USA an. Ein Nuklearabkommen soll ­strategische Partnerschaft zwischen beiden Staaten anbahnen

Gerhard Klas
Am 11. Mai 1998 verkündete der damalige indische Premierminister Atal Bihari Vajpayee, Mitglied der hindunationalistischen Partei Bharatiya Janata Party (BJP), die erfolgreiche Durchführung von drei unterirdischen Atombombentests. Vor allem die Anhänger seiner Partei reagierten mit Begeisterung und zogen jubelnd durch die Straßen. Die Begeisterung war 1974, bei den ersten indischen Atomtests, noch verhaltener gewesen. Die Hindu­nationalisten waren damals noch eine minoritäre politische Kraft, und die Regierung sowie die 75 beteiligten Wissenschaftler operierten bis zur Durchführung der Tests unter größter Geheimhaltung.

»Diejenigen, die sich mit uns anlegen, werden als Staub enden«, skandierten 1998 die Hindunationalisten. Die haßerfüllte Drohung war vor allem gegen den Erzfeind, das muslimische Pakistan, gerichtet. Nur zwei Wochen später wurden auch dort Atombombentests durchgeführt. 1999, ein Jahr darauf, kommt es zum ersten »heißen« Krieg der Menschhe...

Artikel-Länge: 24561 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe