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13.06.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Kein Geld für Bildung

Bericht der Kultusminister von Bund und Ländern belegt: Ausgaben sinken, soziale Selektion wird verschärft. Vor allem Hauptschüler landen auf dem Abstellgleis

Ralf Wurzbacher
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Donnerstag in Berlin die »Bildungsrepublik Deutschland« ausgerufen. Am gleichen Tag war schwarz auf weiß nachzulesen: Das deutsche Bildungssystem ist nach wie vor massiv unterfinanziert. Das ist ein Ergebnis des am Donnerstag von den Kultusministern der Länder in Berlin vorgestellten zweiten nationalen Bildungsberichts. Während die Ausgaben im vergangenen Jahrzehnt zwar absolut gestiegen sind, gehen sie relativ zum Volksvermögen weiter zurück. Alarm schlagen Bildungsexperten auch wegen der sich verschärfenden sozialen Schieflage im Schulsystem. Der Studie zufolge führen vor allem die Hauptschulen massenhaft in die Perspektivlosigkeit. Die unter Federführung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) vorgenommene Untersuchung ist die zweite ihrer Art und legt den Schwerpunkt auf die Übergänge zwischen Grundschule, Sekundarstufe, Ausbildung und Beruf.

Mitte der 1990er Jahre flossen noch 6,9 P...

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