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13.06.2008 / Feuilleton / Seite 12

Je ne sais pas quoi faire

Eindringlich, intelligent, hochkomisch: Christof Wackernagel ist »Der Weiße mit dem Schwarzbrot« in Jonas Groschs gleichnamigem Doku-Film

Robert Best
Es ist das alte Touristenproblem: Als Deutscher im Ausland findet man einfach kein vernünftiges Brot. Wer kennt nicht Situationen wie die, im Frankreich-Urlaub nach drei Tagen kein Baguette mehr sehen zu können und sich nach einem kernigen Vollkornbrot zu sehnen? Wohin dann? In den Vitrinen der Pâtisserien liegt kein Schwarzbrot, im Supermarkt kein stullenkompatibler Mehrkornziegel.

Vor dem nämlichen Problem steht auch Christof Wackernagel. Nur flaniert er nicht über Pariser Straßen, sondern auf den lehmigen Wegen von Malis Hauptstadt Bamako. Auch ist Wackernagel kein Pauschaltourist. Er lebt in Mali, malt, musiziert und kennt die komplette Nachbarschaft. Und mit Hilfe dieser versucht er, an schwarzes Brot zu gelangen – indem er die dazugehörige Bäckerei kurzerhand selbst aus dem Boden stampft.

Warum das so kommt, wird schon zu Beginn von Jonas Groschs fulminantem Dokumentarfilm »Der Weiße mit dem Schwarzbrot« angedeutet. Wackernagel gelangt 1967 als fünfze...



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