Gegründet 1947 Sa. / So., 24. / 25. August 2019, Nr. 196
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
12.06.2008 / Inland / Seite 8

»Atommüll wird weiter durch das Münsterland geschickt«

Widerstand gegen Entsorgung von Uranhexafluorid in Rußland erfolgreich. Nun wird Gift nach Frankreich gebracht. Ein Gespräch mit Matthias Eickhoff

Michael Schulze von Glaßer
Matthias Eickhoff ist Sprecher des Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Immer wieder wird Atommüll durch das dicht bewohnte Münsterland transportiert – kürzlich bereits zum vierten Mal in diesem Jahr. Atomkraftgegner fordern den sofortigen Stopp der Transporte. Sind sie wirklich so gefährlich?

Es wird Uranhexafluorid transportiert, das als Abfallprodukt in der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau anfällt. Wenn dieser Stoff mit Wasser in Berührung kommt – dazu reicht auch schon Luftfeuchtigkeit! – bildet sich die tödliche Flußsäure. Selbst Experten aus der Atomindustrie rechnen bei einem schweren Unfall damit, daß es – je nach Wetterlage – bis in einem Umkreis von bis zu zehn Kilometern Tote geben kann.

Und wohin gehen die Behälter?

Der Uranmüll wird auf Nimmerwiedersehen nach Rußland gebracht. Urenco, die Betreiberfirma der deutschen Urananreicherungsanlage, spart damit viel Geld. Die Kosten für die langfristige Entsorgu...

Artikel-Länge: 3683 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €