05.06.2008 / 73 / Seite 15

Küste in Brand

Im Westen Irlands baut ein Konsortium um Shell eine Hochdruckpipeline für Gasvorkommen, die der Staat verhökert hat. Der Widerstand ist mannigfaltig

Florian Osuch
Ein Konsortium aus drei multinationalen Energiekonzernen unter Führung von Shell plant die Ausbeutung eines Erdgasfeldes vor der Westküste Irlands. 30 Milliarden Kubikmeter Gas werden in diesem Corrib-Feld etwa 80 Kilometer vor der Region Mayo im Atlantik vermutet.

Das Gas soll nicht wie üblich direkt auf See, sondern an Land aufbereitet und dafür durch eine Hochdruckleitung aus dem Corrib-Vorkommen zur Raffinerie gepumpt werden. Unvorhersehbare Folgen für die Region und ihre Umwelt werden erwartet. Zudem hat die Regierung in Dublin die gesamten Verwertungsrechte an die Konzerne Shell, Statoil und Marathon abgetreten.

Viele Gegner des Megaprojekts haben sich zu einer »Shell-To-Sea«-Kampagne zusammengeschlossen. »Shell ins Meer« ist doppelsinnig gemeint. Das Bündnis aus Anwohnern, Umweltschützern und linken Aktivisten lehnt das Projekt nur zum kleineren Teil grundsätzlich ab. Die meisten streben eine Gasförderung auf See an.

Die »Rossport-Five«

Bewohner de...



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