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24.05.2008 / Feuilleton / Seite 13

Schichtung der Klasse

Am Ende soll jeder selbst schuld sein: Ein Sammelband zur sozialen Ungleichheit im Wandel der Zeiten

Helmut Höge
Mit dem Begriff »Unterschicht«, schreiben die Herausgeber einer Aufsatzsammlung über die »›Armen‹ in Geschichte und Gegenwart«, sind wir »auf durchaus kuriose Weise an den Anfang der organisierten Sozialforschung zurückgekehrt«. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Begrifff »ein strukturelles Problem« erörtert. Heute hat man – beispielhaft in der Diskussion über die Ende 2006 veröffentlichte Studie »Gesellschaft im Reformprozeß« der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung – eher einzelne, »sozial Schwache« im Visier; »Menschen, die es schwer haben«, wie der damalige SPD-Arbeitsminister Franz Müntefering sich ausdrückte, denn »es gibt keine Schichten in Deutschland« mehr. Wieso sagte der so einen Quatsch?

Schon in den 50ern brachte die bürgerliche Sozialforschung ihr »Schichtenmodell« gegen Klassenbegriff und Klassenkampf in Anschlag. Während man in der Arbeiterbewegung von einer »Kluft ohne Brücke« (zwischen Arbeit und Kapital) ausging – und sich deswegen...

Artikel-Länge: 6358 Zeichen

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