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20.05.2008 / Titel / Seite 1

Mehr Armut – na und?

Rainer Balcerowiak
Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hat am Montag in Berlin den Entwurf für den Dritten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung vorgestellt. Kernaussagen des Papiers waren bereits am Wochenende bekanntgeworden. Demnach leben 13 Prozent aller Deutschen mit Einkünften unterhalb der offiziellen Armutsschwelle von 781 Euro pro Monat für einen Ein-Personen-Haushalt. Weitere 13 Prozent können nur mittels Sozialtransfers davor bewahrt werden. Besonders stark gestiegen ist die Anzahl derjenigen, die trotz Erwerbstätigkeit als arm gelten. Auch die Einkommensverteilung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Die durchschnittlichen Bruttolöhne sanken im Untersuchungszeitraum 2002 bis 2005 von 24873 Euro auf 23684 Euro und damit um 4,7 Prozent und zwar ohne Berücksichtigung der Teuerungsrate. Gestiegen ist sowohl der Anteil der »Gutverdiener« mit mindestens 150 Prozent des Durchschnittseinkommens als auch der der niedrig Entlohnten. Laut d...

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