20.05.2008 / Ausland / Seite 6

Politische Funde

Interpol-Chef widerspricht eigenem Bericht zu angeblichen Entdeckungen auf FARC-Computern. Tatsache ist: Die Dokumente wurden manipuliert

Harald Neuber
Nachdem die internationale Polizeibehörde Interpol am vergangenen Donnerstag einen Untersuchungsbericht über mehrere Computer veröffentlichte, die von der Rebellenorganisation »Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens« (FARC) stammen sollen, sehen sich die Regierungen in Kolumbien und den USA bestätigt. Venezuela, so heißt es aus diesen beiden Staaten, habe die FARC finanziell und logistisch unterstützt. Am Donnerstag hatte der Interpol-Generalsekretär und vormalige US-Regierungsmitarbeiter Ronald Kenneth Noble erklärt, es habe »keine nachträgliche Manipulation der Beweismittel aus den Computern« stattgefunden.

Die drei Laptops, zwei externen Festplatten und drei USB-Sticks sollen aus dem Camp der FARC stammen, das am 1. März von der kolumbianischen Armee auf ecuadorianischem Territorium angegriffen wurde. Dabei war unter anderem der Sprecher der Rebellenorganisation, Raúl Reyes, ermordet worden. Die Dateien auf den Computern wurden später von der kolumbianis...

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