17.05.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Teure Uneinigkeit

US-Gewerkschaften und der Streik bei Hormel: Arbeitskämpfe sind nur zu gewinnen, wenn Organisationen und Beschäftigte an einem Strang ziehen

Kurt Stand
In den vergangenen Wochen kam es in den USA zu Straßenblockaden, weil Lkw-Fahrer und Spediteure gegen die steigenden Benzinpreise protestierten. Die nun auch hier ständig steigenden Kraftstoffpreise zehren an der Existenz vieler kleiner Unternehmer. Insofern waren die Protestaktionen nicht nur Hilfeschrei, sondern auch Signal für den wachsenden Widerstand der Arbeitenden im krisengeschüttelten früheren Wirtschaftswunderland.

Die US-Konzerne sehen in der gegenwärtigen Situation wahrscheinlich nur eine weitere Gelegenheit, die Löhne zu senken. Die Kombination aus Krise und Lohndumping birgt das Potential zu Streikaktionen, wie man sie hier seit Jahrzehnten nicht mehr gekannt hat – nicht mehr seit Mitte der 80er Jahre, als die Gewerkschaften in einer ähnlichen Situation schwere Niederlagen erlitten.

Ein solch niederschmetternder Rückschlag war der Streik bei der Fleischverarbeitungsfirma Hormel in Austin/Minnesota, der von der Lokalorganisation der Gewerksch...



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