10.05.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Wer stellt die Regierung?

Vorgezogene Parlamentswahlen in Serbien am Sonntag: Trotz scharfer Kontroversen zwischen den Lagern sind viele Konstellationen denkbar

Cathrin Schütz
Wie hält es Serbien zukünftig mit der EU? Und mit dem Kosovo? Die Regierung in Belgrad zerbrach nach nur einjähriger Amtszeit an den Fragen über die zukünftige politische Orientierung des Landes. Die Opposition sah ebenso wie die von Premierminister Vojislav Kostunicas Demokratischer Partei Serbiens (DSS) angeführte Minderheit im Regierungslager in der Unterzeichnung des Stabilisierungs- und Assoziationsabkommens (SAA) mit der EU eine Quasi-Anerkennung der von Brüssel betriebenen Kosovo-Abspaltung. Folglich beschloß Kostunicas Liste ihren Rücktritt und ebnete so den Weg für die am Sonntag stattfindenden vorgezogenen Parlamentswahlen.

Diese werden zur Nagelprobe werden. Der prowestliche Präsident Boris Tadic von der Demokratischen Partei (DS) und die um ihn versammelten Kräfte hatten in den vergangenen Monaten behauptet, daß sich die Bevölkerung für Europa entschieden hätte. Der Beweis: Mit knapper Mehrheit hatte sie bei den Stichwahlen zur Präsidentschaft...

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