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06.05.2008 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Presserummel hilft

Lidl: Vor dem Hintergrund öffentlicher Empörung über Bespitzelungsaffäre wählten Beschäftigte der Filiale Renningen bei Stuttgart ungestört einen Betriebsrat

Sylvia Röhlk, Stuttgart
Die Beschäftigten von Lidl haben Betriebsräte bitter nötig, um sich gegen die Machenschaften der Konzernspitze zu wehren. Das hat nicht zuletzt der Bespitzelungsskandal bei dem Discounter öffentlich demonstriert. Die entsprechende Schlußfolgerung haben auch die Angestellten der Filiale in Renningen bei Stuttgart gezogen, die in der vergangenen Woche erfolgreich eine Betriebsratswahl durchführten.

Hatte die Wahl einer Beschäftigtenvertretung bei Lidl im Stuttgarter Stadtteil Feuerbach vor sechs Monaten noch unter großem Druck der Konzernspitze stattgefunden, lief sie in Renningen gänzlich unspektakuär ab. Der Grund hierfür dürfte der Presserummel um die Bespitzelungsaffäre gewesen sein, den der Einzelhandelsriese offenbar nicht noch durch ein repressives Vorgehen gegen die Renningener Belegschaft anheizen wollte. Der entscheidende Garant für die erfolgreiche Wahl liegt jedoch in Renningen selbst. Die Lidl-Filiale des schwäbischen Örtchens kann auf eine lang...

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