26.04.2008 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Die Lösung ist: Mit dem Krieg aufhören und verhandeln«

Gespräch mit Jürgen Todenhöfer. Über US-Besatzung und Widerstand im Irak, den gescheiterten Antiterrorkrieg in Afghanistan und eine Verhandlungslösung für den Mittleren Osten

Thomas Wagner
Jürgen Todenhöfer (geb. 1940) war von 1972 bis 1990 Abgeordneter im Deutschen Bundestag und Sprecher der CDU/CSU für Entwicklungspolitik und Rüstungskontrolle. Seit über zwanzig Jahren ist er Manager eines großen europäischen Medienunternehmens. Sein Buch »Warum tötest du, Zaid?« (C.Bertelsmann, 2008) gibt dem irakischen Widerstand eine Stimme und plädiert für eine fundamentale Änderung der Politik des Westens gegenüber den islamischen Staaten.

Vor fünf Jahren, am 1.Mai 2003, erklärte US-Präsident George W. ­Bush den Krieg gegen den Irak mit der Formulierung »mission accomplished« für beendet. Sie haben das Land vor einigen Monaten besucht. Wie geht es den Menschen dort heute?

Wenn ich an den Irak denke, denke ich an unendlich viel Leid. Jahrzehntelanges Leid. Nach dem irakisch-iranischen Krieg 1980–1988 überfällt Saddam Hussein 1990 Kuwait und wird von einer multinationalen Streitmacht unter Führung der USA vernichtend geschlagen. Danach werden über ...

Artikel-Länge: 18080 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe