18.04.2008 / Inland / Seite 2

»Es gibt keinen Krieg der Generationen«

Was den heutigen Rentnern weggenommen wird, fehlt früher oder später den Jungen. Ein Gespräch mit Walter Hirrlinger

Ralf Wurzbacher
Walter Hirrlinger ist Präsident des Sozialverbands VdK Deutschland

Angesichts der beschlossenen Rentenerhöhung um 1,1 Prozent ab Juli beschwören Kritiker einen veritablen »Generationenkrieg« herauf, sollten die »Alten weiterhin den Jungen auf der Tasche liegen«. Wird Ihnen bei solchen Worten angst und bange?

Nein, denn es gibt keinen Krieg der Generationen. Was man den heutigen Rentnern wegnimmt, belastet künftige Rentner in noch stärkerem Maße. Nullrunden bei der Rente und die Abkopplung der Rentenanpassung von der allgemeinen Lohn- und Gehaltsentwicklung –besonders durch Riester-Faktor, Nachhaltigkeitsfaktor und den geplanten Nachholfaktor – drücken das Rentenniveau immer weiter nach unten. Das wissen die Jungen. Deshalb ist es wichtig, Gerechtigkeit für alle Generationen herzustellen, um ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben im Alter für alle zu ermöglichen. Sonst besteht die Gefahr weiter wachsender Altersarmut.

Vor allem von der Springer...


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