15.04.2008 / Feuilleton / Seite 12

Gentrification nach Zille

Das allerneueste Berlin

Robert Mießner
Prenzlauer Berg kriegt den Rest. Es trifft einen wie der Blitz aus längst nicht mehr heiterem Himmel, liest man Bert Papenfuß’ Rede »Ossifizierung und Verschleiß«, gehalten vor genau zehn Jahren anläßlich der Verleihung des Erich-Fried-Preises. In ihr spricht Papenfuß, einen Gang, keinen Spaziergang, durch den Ostberliner Bezirk rekapitulierend, von einer Bevölkerungskatastrophe, wie sie sonst nur nach Kriegen stattfindet. Als vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung baut die Stofanel Investment GmbH (Berlin verdankt ihr schon den Pariser Platz) seit einigen Monaten eine Wohnanlage in der Schwedter Straße, zwischen der Flaniermeile Kastanienallee und dem Mauerpark.

»Urban Villages« verspricht die Werbung, Leben im Grünen und in der Metropole. Am kreativen Puls Berlins, versteht sich. Spätestens hier sollte klar sein: Zu mieten wird es da nichts geben. Wer einziehen will, muß kaufen. Das Projekt – es ist das größte seiner Art im Bezirk – tr...

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