09.04.2008 / Ausland / Seite 6

Eidgenössische Rücksicht

Schweiz untersagt Carla del Ponte Werbung für ihr Buch über die Arbeit als Chefanklägerin des Haager UN-Tribunals

Cathrin Schütz
Carla del Ponte, die frühere Chefanklägerin des UN-Tribunals in Den Haag, darf für ihr Buch »La caccia. Io e i criminali di guerra« (Die Jagd – Ich und die Kriegsverbrecher) keine Werbung machen. Laut einem Bericht der Neuen Zürcher Zeitung untersagte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegnheiten (EDA) eine Teilnahme an der Präsentation in Mailand sowie andere Promotionstätigkeiten. Der soeben im italienischen Feltrinelli-Verlag erschienene Memoirenband enthalte »Aussagen, die von einer Vertreterin der schweizerischen Regierung nicht gemacht werden können«. Del Ponte, mittlerweile Schweizer Botschafterin in Argentinien, habe das Buch in ihrem Namen verfaßt und sich über ihre Arbeit als Haager Chefanklägerin geäußert, wird EDA-Sprecher Jean-Philippe Jeannerat zitiert. »Promotionstätigkeiten für dieses Buch« aber seien »mit der Rolle von Frau Del Ponte als Botschafterin nicht vereinbar«. Interviews und Artikel, die im Zusammenhang mit ihrem B...

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