09.04.2008 / Ausland / Seite 7

Geschichte wird gemacht

Nepal stimmt am Donnerstag über eine verfassunggebende Versammlung ab. Endgültiges Aus für die Monarchie. Zentrale Rolle der Maoisten

Hilmar König, Neu-Delhi
Die Sprengstoffanschläge am Montag auf verschiedene Wahlmeetings, bei denen ein Dutzend Menschen verletzt wurde, können die Festtagsstimmung in Kath­mandu und überall in Nepal nicht trüben. Die öffentlichen Gebäude und die Parteibüros präsentieren sich im Flaggenschmuck. Die Regierung hat den Schülern 14 Tage Sonderferien genehmigt und dem Rest der 27 Millionen Einwohner fünf Tage Urlaub gewährt. Der Anlaß: Am Donnerstag wählt die Bevölkerung erstmals eine verfassunggebende Versammlung. Diese wird, bis eine neue Konstitution ausgearbeitet worden ist, als Parlament fungieren.

Umgestaltungsprozeß

Die Versammlung wird den Beschluß des Interimsparlaments vom Dezember 2007, eine demokratische Bundesrepublik zu etablieren und damit das endgültige Aus für die Monarchie zu besiegeln, ratifizieren. Sie wird die Vertretung der zahlreichen ethnischen und sozialen Gruppen, einschließlich der kastenlosen Dalits und der indigenen, unterdrückten Gemeinschaften der Jana...

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