05.04.2008 / Ausland / Seite 6

Warum der Krieg nicht endet

Politik ist ein schmutziges Geschäft, und Politiker wollen, können und werden daran nichts ändern

Mumia Abu-Jamal
In diesen Wochen, in denen die USA ins sechste Jahr des Irak-Krieges marschieren, vermuten viele, daß die Nation kurz vor einem grundlegenden Wandel in der Frage steht, wer im Weißen Haus das Ruder in der Hand haben und demzufolge die US-Außenpolitik bestimmen wird. Wenn man Umfragen glauben kann, werden bald entweder die New Yorker Senatorin Hillary Rodham-Clinton oder ihr afroamerikanischer Gegenspieler, Senator Barack Obama aus Illinois, in das Oval Office einziehen. Zwei Gründe seien hier genannt, warum ein solcher Ausgang der Wahlen im November keinesfalls sicher ist.

Erstens können acht Monate in der Politik eine Ewigkeit sein, und es ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich vorauszusagen, was in so einer relativ langen Zeit alles passieren kann. Als die Clinton-Wahlkampfleitung Anfang März Fotos von Obama in muslimischer Kleidung in Umlauf brachte, konnten wir sehen, daß im Zeitraum von weniger als einer Woche das verhängnisvolle Zusammenwirken von I...

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