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05.04.2008 / Ausland / Seite 8

»Haft in diesem US-Gefängnis ist menschenunwürdig«

Ein deutscher Tourist geriet an der mexikanischen Grenze in die Fänge der amerikanischen Justiz. Ein Gespräch mit Dagmar Seybold

Gerold Schmidt
Dagmar Seybold ist die Lebensgefährtin von Karl Tisken, der am 27. März in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez verschwand. Am Tag darauf wurde er auf der anderen Seite der Grenze in der US-amerikanischen Stadt El Paso im Deportationsgefängnis ausfindig gemacht.

Ihr Lebensgefährte Karl Tisken, der ein gültiges mexikanisches Touristenvisum hat, fand sich nach einem Spaziergang plötzlich in einem Abschiebeknast der USA wieder. Wie kam es dazu?

Wir besuchten in Ciudad Juárez Freunde und Nichtregierungsorganisationen. Karl spazierte am 27. März allein durch den östlichen Teil der Stadt in Richtung Grenze. Als er das ausgetrocknete Flußbett des Río Bravo erreichte, geriet er versehentlich auf US-Gebiet. Der Grenzzaun ist auf dem nördlichen Ufer, doch das Territorium der USA beginnt mitten im Flußbett. Die Bewohner von Ciudad Juárez wissen das, Karl wußte es nicht. Er wurde plötzlich von einer Streife der US-Grenzkontrolle mit vorgehaltener Waffe aufge...

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