29.03.2008 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Polen will keine Wiederholung des Irak-Szenarios«

Gespräch mit Andrzej Sakson. Über die geplante US-Raketenabwehr in Polen und die Verhandlungen mit den USA, das »Zentrum gegen Vertreibungen«, die Ostseepipeline und die Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen

Tomasz Konicz, Poznan
Andrzej Sakson ist seit 2004 Direktor des polnischen Westinstituts (Instytut Zachodni) in Poznan und Professor für Soziologie an der dortigen Adam-Mickiewicz-Universität. Das Westinstitut ist eine Einrichtung des polnischen Außenministerium, das neben diesem »Think Tank« noch das Zentrum für Internationale Beziehungen (Centrum Stosunków Miedzynarodowych) in Warschau und das Mittelosteuropa-Institut (Instytut Europy Srodkowo-Wschodniej) in Lublin unterhält.

Der jetzige polnische Premierminister Donald Tusk verhandelt zumindest dem Anschein nach hart mit den USA über die geplante US-Raketenabwehr, die auf polnischem Territorium stationiert werden soll. Sein Vorgänger Jaroslaw Kaczynski war dagegen offenbar zu bedingungsloser Zusammenarbeit mit Washington bereit. Wäre Warschau tatsächlich in der Lage, die Verhandlungen platzen zu lassen, falls die USA sich der Modernisierung der polnischen Streitkräfte verweigern? Oder blufft Tusk nur?

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