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28.03.2008 / Inland / Seite 2

»Da wird mit harten Bandagen gekämpft«

Einschüchterung und Bespitzelung bei Skandal-Discounter Lidl. Beschäftigte ­sprechen von Sektenmethoden. Ein Gespräch mit Björn Krings

Claudia Wangerin
Björn Krings ist Gewerkschaftssekretär im Fachbereich Handel der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in München und war Mitorganisator der Lidl-Kampagne von ver.di in Hamburg

Der Discounter Lidl hat eingeräumt, durch Privatdetektive seine Mitarbeiter überwacht und ihre Verhaltensweisen protokolliert zu haben. Ist das aus Ihrer Sicht eine neue Qualität im Umgang mit den Lidl-Mitarbeitern?

Im Grunde ist es nichts Neues, daß die Unternehmensleitung genau beobachtet, wer in das Lidl-System paßt. Die Beschäftigten müssen aus Sicht des Konzerns möglichst konform sein und sollen nicht von ihren Rechten Gebrauch machen. Letzteres paßt nicht ins Profil des idealen Lidl-Mitarbeiters. Wenn man als Beschäftigter über die Käseglocke Lidl hinausschaut, bekommt man schnell Ärger in diesem Laden. Die neue Qualität ist nur, daß dies nun ausführlich dokumentiert ans Licht der Öffentlichkeit gekommen ist – in Form von mehreren hundert Seiten interner Berichte.

Lidl hat d...


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