17.03.2008 / Feuilleton / Seite 13

»Schau mir in die Augen«

1000 Jahre 68: Nationale Eindrücke von der Leipziger Buchmesse

Ambros Waibel
Buchmessen, unendliche Weiten – aber nicht in Leipzig. Nach der Akkreditierung geht es erstmal gefühlte viertelstundenlang durch ausgestorbene Gänge, rechts und links bieten offengelassene Türen deprimierende Einblicke in leere Konferenzsäle und ungenutzte Hallen.

Irgendwann kommt man aber doch in den Trubel, der Slalomlauf beginnt. Denn nach drei Buchmessenbesuchen in drei Jahren hat man genug Menschen kennengelernt, die man nicht wiedersehen möchte. Schon im Pressezentrum, wo ein leckeres Sachsenbier nur einen Euro kostet, kam ich neben einem mir bekannten Journalisten zu sitzen, gegen den ich überhaupt nichts habe, außer daß ich ihn nicht grüße, wenn er mich nicht grüßt. Er war in die Übergangskluft nicht mehr ganz junger Männer gekleidet, die im Limbus zwischen irgendwie-dagegen und irgendwie-nun doch-dabei noch eine Zeitlang vor sich hin pendeln: Schlecht sitzendes Sakko mit Jeans. Später beim Rauchen versteckte ich mich vor einem redseligen Kulturch...

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