08.03.2008 / Inland / Seite 2

»Unsere Bergleute verdienen eine faire Chance«

Das Saarland braucht eine regionale Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie die Ansiedlung von größeren Betrieben. Ein Gespräch mit Oskar Lafontaine

Peter Wolter
Oskar Lafontaine ist heute Vorsitzender der Linkspartei und Chef ihrer Bundestagsfraktion. Er war Ministerpräsident des Saarlandes (1985– 1998), Bundesfinanzminister (1998 – 1999) sowie Parteichef der SPD (1995–1999)

Nach dem durch den Kohleabbau ausgelösten Beben am 23. Februar steht das endgültige Aus für den Bergbau im Saarland zur Debatte. Welche Lösung würden Sie als Ministerpräsident anstreben? Es stehen ja immerhin rund 10 000 Arbeitsplätze auf dem Spiel – je zur Hälfte im Bergbau und bei Zulieferern.

Der vorläufige Abbaustopp war richtig. Das Erdbeben war so stark, daß viele Bürgerinnen und Bürger fürchten, an Leib und Leben verletzt zu werden. Es ist aber nicht verantwortungsvoll, jetzt schon das endgültige Aus zu verkünden –die Beschäftigten verdienen eine faire Chance. Die Ruhrkohle AG prüft zur Zeit, welche Möglichkeiten es gibt, solche Beben zu verhindern.

Welche Ersatzarbeitsplätze gäbe es denn?

Das ist ja das größte Problem. Es gibt im...

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