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08.03.2008 / Geschichte / Seite 15

Von links nach rechts

Rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung: Heinrich Bernhard Oppenheims »Philosophie des Rechts und der Gesellschaft« in einer Neuausgabe von Hermann Klenner

Werner Röhr
Heinrich Bernhard Oppenheim und sein Werk sind heute so gut wie unbekannt. Dabei verdienten beide einen Ehrenplatz in der Geschichte des deutschen Liberalismus. Oppenheim, 1819 als Sohn eines Frankfurter Hofjuweliers und Bankiers geboren, studierte Rechtswissenschaft in Göttingen, Heidelberg und Berlin, konnte aber als Deutscher jüdischer Herkunft keine Professur erhalten, wofür Friedrich Karl von Savigny, Frontmann der historischen Rechtsschule und schließlich Justizminister in Preußen, gesorgt hatte, obwohl das »Edikt betreffend die bürgerlichen Verhältnisse der Juden in den Preußischen Staaten« von 1812 den inländischen Juden »gleiche bürgerliche Rechte und Freiheiten« einschließlich »akademische(r) Lehr- und Schulämter« vorsah. Oppenheim hätte sich taufen lassen müssen, aber er war nicht bereit, sein Judentum »wie ein elender Überläufer« für eine Professur einzutauschen. Er blieb Privatdozent.

Vom Linkshegelianer ...

In Berlin gehörte er zu den Li...

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