Gegründet 1947 Dienstag, 23. Juli 2019, Nr. 168
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
07.03.2008 / Feminismus / Seite 15

Kein Gegengift zu Christa Müllers Ideen

In Saarbrücken diskutierten Experten aus Linkspartei und Gewerkschaften über Familienpolitik

Natascha Bingenheimer
Zwei böse, schmutzige Buben – Max und Moritz – zieren den Flyer, mit dem die Peter-Imandt-Gesellschaft für eine Debatte zum Thema Kinder- und Elternarmut geworben hatte. In Saarbrücken trafen sich am vergangenen Freitag Experten und Gäste zu einem spannenden Austausch der Argumente: Stell dir vor, Max und Moritz sind deine Buben. Wer ist dafür verantwortlich, daß sie böse, schmutzig – daß sie arm sind? Sind es die Eltern, ist es die Gesellschaft, und wer hilft ihnen wie am besten?

Der Soziologe Prof. Bernhard Haupert thematisierte den »Refeudalisierungsprozeß«, in dem sich der Staat zunehmend aus der sozialen Verantwortung zurückzieht und die Menschen sich selbst überläßt – bevorzugt in sozialen Notlagen: »Wir gehen mit großen Schritten ins 18. und 19.Jahrhundert zurück. Der Staat hat aufgehört, sich um die Kinder, um die Schwachen zu kümmern.« Jörn Wunderlich, Jugendrichter und familienpolitischer Sprecher der Linken, stellte klar, daß Kinder keine Objekt...

Artikel-Länge: 3791 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €