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16.02.2008 / Kapital & Arbeit / Seite 9

IG Metall in der Vorhand

In der Stahl-Tarifrunde hat die Gewerkschaft alle Trümpfe auf ihrer Seite. Produktionskapazitäten fast ­vollständig ausgelastet. Unternehmer in der ideologischen Zwickmühle

Daniel Behruzi
Die Warnstreiks in der Stahlindustrie gehen weiter. Am Freitag legten mehr als 2000 Beschäftigte im niedersächsischen Salzgitter die Arbeit nieder, um für Einkommenssteigerungen von acht Prozent, eine Erhöhung der Azubi-Vergütungen um 100 Euro sowie Arbeitszeitverkürzung für Ältere zu demonstrieren. Auch Anfang kommender Woche sollen die Aktionen fortgesetzt werden. Am Dienstag beginnt in Ratingen die vierte – und womöglich entscheidende – Verhandlungsrunde im Pilotbezirk Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen.

»Nach der vierten Verhandlungsrunde gibt es entweder ein Ja zu einem ordentlichen Abschluß oder ein Ja zu Urabstimmung und Streik«, stellte der IG-Metall-Bezirksleiter von Nord­rhein-Westfalen, Oliver Burkhard, in einer Mitteilung klar. Das zur Schau gestellte Selbstbewußtsein der Gewerkschaft ist keineswegs fehl am Platz. Denn die Unternehmer dürften derzeit so ziemlich alles daransetzen, einen ernsthaften Arbeitskampf zu vermeiden. Schließl...

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