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16.02.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Schatzkammer Amselfeld

Was macht Kosovo so interessant? Die wirtschaftlichen Hintergründe der westlichen Unterstützung für die Abspaltung der südserbischen Provinz

Jürgen Elsässer
Um den Grund des westlichen Drängens auf die Eigenstaatlichkeit der Provinz zu finden, muß man nicht lange suchen: Bleibt das Kosovo bei Serbien, wird letztlich in Belgrad über den Verkauf von Bodenschätzen, Infrastruktur und ehemaligen Kombinaten entschieden. Zwar hat auch die UN-Übergangsverwaltung für Kosovo UNMIK entsprechende Verträge abgeschlossen. Deren Gültigkeit wird aber von der serbischen Regierung bestritten. Damit steht die Privatisierung unter einem rechtlichen Vorbehalt – nicht gerade eine Einladung für potentielle Käufer.

Die serbische Regierung hat in den letzten Wochen deutlich gemacht, daß sie russischen Investoren den Vorzug gibt vor Bewerbern aus den NATO-Staaten. So ging die staatseigene Ölfirma NIS an Gasprom – und damit die gesamte Energieversorgung des Landes. Die Luftfahrtgesellschaft JAT soll, so hört man immer wieder in Belgrad, an Aeroflot verkauft werden.

Die Schätze des Amselfeldes sind gewaltig. Die Braunkohlereserven des Ko...



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