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15.02.2008 / Inland / Seite 5

Schwache Verteidigung

BND-Untersuchungsausschuß: Abteilungsleiter Terrorismus im Bundeskanzleramt versucht, seinen Ex-Chef Frank-Walter Steinmeier zu entlasten

Jörn Boewe
Offenkundig wollte er seinen ehemaligen Chef Frank-Walter Steinmeier entlasten, doch es blieb beim Versuch. Hans-Josef Vorbeck, Leiter der »Gruppe 62« im Bundeskanzleramt und zuständig für internationalen Terrorismus, lieferte am Donnerstag vor dem BND-Untersuchungsausschuß des Bundestages neue Indizien dafür, daß zentrale deutsche Sicherheitsbehörden unmittelbar nach dem 11. September 2001 den deutsch-syrischen Staatsbürger Mohammed Haydar Zammar gezielt seiner Verschleppung durch die CIA zugeführt haben. Zammar wurde zwischen 26. Oktober und 8. Dezember 2002 in Marokko von der CIA gekidnappt und in ein syrisches Gefängnis verschleppt. Dort wurde er im November 2002 von deutschen Beamten nach »Vorbereitung« durch syrische »Verhörspezialisten« befragt.

Zammar, der laut Vorbeck für das Kanzleramt damals »eine wichtige Person« der internationalen islamistischen Terrorszene war, »einer von 30, 40 Personen in Deutschland, die wir als ›Dschihadisten‹ ansahen«, ...

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