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15.02.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Zocken mit Staatsknete – dürfen die denn das?

Auch öffentlich-rechtliche Finanzinstitute spekulierten munter am US-Immobilienmarkt – und verloren Milliarden

Dieter Schubert
Die Notlage der Düsseldorfer IKB beleuchtet nur eine Facette der aktuellen Finanzkrise. Auch zahlreiche andere deutsche Kreditinstitute waren in den zurückliegenden Jahren den Profitversprechen US-amerikanischer Finanzdealer auf den Leim gegangen. In trauter Gemeinsamkeit verspekulierten sich private und öffentlich-rechtliche Banken – mit unterschiedlichen Auswirkungen. Für einen Branchenriesen wie die Deutsche Bank dürfte der eingestandene Verlust von mehr als zwei Milliarden Euro zwar schmerzhaft, aber kaum existenzbedrohend sein. Auch die finanzstärkste Landesbank, die Stuttgarter LBBW, verlor viel Geld, jede Menge Ansehen, jedoch nicht den Boden unter den Füßen. Ähnlich dürfte sich die Bayerische Landesbank aus der Affäre schleichen.

Richtig dick kam und kommt es jedoch für die kleineren Geldhäuser. IKB, SachsenLB und die schon mehrfach mit Riesenverlusten aufgeprallte WestLB verloren durch die Spekulationen praktisch ihre Existenzgrundlage. Da ist na...

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