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09.02.2008 / Schwerpunkt / Seite 3

Bruchstellen der NATO

Sterben für die Zukunft der westlichen Kriegsallianz: Beim Gipfel in Vilnius konnten Differenzen zwischen USA und europäischen Staaten nur mühsam überspielt werden

Rainer Rupp
Nach einem, zumindest verbalen, Einlenken von Pentagonchef Robert Gates ist am Freitag die zweitägige Konferenz der NATO-Verteidigungsminister in Vilnius doch noch mehr oder weniger einvernehmlich zu Ende gegangen. Noch am Donnerstag hatten sich die alarmistischen Meldungen aus der litauischen Hauptstadt über das bevorstehende Ende der NATO überschlagen. »Dicke Luft bei NATO-Verteidigungsministern«, »Streit in der NATO um Afghanistan-Einsatz spitzt sich weiter zu«, »Der NATO droht die Spaltung« – so oder so ähnlich lauteten die Schlagzeilen der Agenturen, die sich damit auf eine Rede von Gates bezogen, die er kurz vor seinem Abflug zum NATO-Treffen gehalten hatte. Mit einem Warnschuß vor den Bug aller europäischen Atlantikerhatte der US-Verteidigungsminister die NATO in ein »zweigeteiltes Bündnis« gespalten, »in dem manche Partner bereit sind, für andere zu kämpfen und zu sterben, und andere nicht«. Damit hat er klar verständlich auch hierzulande jederman...

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