17.02.2017 / Ausland / Seite 7

Totengräber in Washington

Keine Überraschungen beim ersten offiziellen Treffen zwischen Trump und Netanjahu. Zweistaatenlösung beerdigt

Knut Mellenthin

Donald Trump und Benjamin Netanjahu haben sich am Mittwoch explizit von der Zweistaatenlösung verabschiedet. Damit verlief der erste Staatsbesuch des israelischen Regierungschefs beim neuen US-Präsidenten erwartungsgemäß. Trump hat sich von der offiziellen, wenn auch längst zur Fiktion gewordenen Position aller früheren US-Regierungen distanziert. Das hatte er schon während des Wahlkampfs angedeutet. Eine anonyme Quelle der Trump-Administration hatte die Medien am Dienstag darauf vorbereitet, dass der Präsident sich nun auch offiziell in diesem Sinn äußern werde.

Während der gemeinsamen Pressekonferenz mit Netanjahu, die vor Beginn ihres Gesprächs im Weißen Haus stattfand, sagte Trump, ihm sei es gleichgültig, ob die Palästinenser einen Staat bekommen oder Israel die seit 1967 besetzten Gebiete annektiert, so lange beide Seiten damit einverstanden seien. »Ich bin glücklich mit dem, was ihnen am besten gefällt«, auf gar keinen Fall dürfe jedenfalls Israel e...

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