16.02.2016 / Titel / Seite 1

Ankara will Krieg

Türkische Armee beschießt Stellungen der syrischen Kurden. Dschihadisten sickern über Grenze ein. Saudi-Arabien schickt Vorhut

Flo Osrainik

Frieden in Syrien ist mit dem ­NATO-Mitglied Türkei nicht zu machen. Ankara hat am Montag den dritten Tag in Folge Orte im südlichen Nachbarland unter Artilleriebeschuss genommen. Die türkische Armee hat es vor allem auf Stellungen der kurdischen Selbstverteidigungseinheiten (YPG) abgesehen, die zur Zeit versuchen, die von Islamisten beherrschte Stadt Asas zu erobern. Der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu begründete das Eingreifen mit kurdischen Beschuss auf den türkischen Stützpunkt Akçabaglar in der Grenzregion Kilis.

Wie westliche Nachrichtenagenturen berichteten, sollen am Montag mindestens 14 Zivilisten beim Beschuss eines Kinderkrankenhauses und einer als Flüchtlingsunterkunft genutzten Schule in Asas ums Leben gekommen sein. Der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu machte Russland für das Bombardement verantwortlich.

Ankara versucht mit seiner Militär­intervention in Syrien den Vormarsch der YPG auf Asas im Bezirk Aleppo zu stoppen. Die ...

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