05.03.2015 / Ausland / Seite 8

»Das beruht auf Empfehlungen der Weltbank«

Honduras: Konzerne investieren in Bergbau und Wasserkraft. Die Bevölkerung leidet unter den Folgen. Gespräch mit Tomás Gómez

Lena Kreymann

Tomás Gómez ist einer der Koordinatoren des »Zivilen Rates der indigenen und Volksorganisationen von Honduras« (COPINH). Er unterstützt die lokalen Räte bei Protesten gegen Bergbau- und Energieprojekte

Sie setzen sich in Honduras gegen Wasserkraftwerke und Bergbau ein. Warum?

Der Staat vergibt ohne Rücksprache mit der Bevölkerung im ganzen Land Konzessionen für derartige Vorhaben. Diese verursachen aber schwere Umweltschäden und haben so direkte Auswirkungen für die Gemeinden. Ein Beispiel ist das Siria-Tal im Bundesstaat Francisco Morazán. Dort ist das Wasser verseucht, schwangere Frauen verlieren dort infolgedessen oft ihr Kind. Den Erwachsenen fallen die Haare aus, sie bekommen Hautkrankheiten. Die Bevölkerung wird vertrieben, es gibt viel Migration und Armut. Wir haben keinen Zugang mehr zu privatisierten Gebieten und können die Flüsse nicht zur Bewässerung unserer Anbauflächen nutzen. So wird die Selbstversorgung mit Lebensmitteln gefährdet.

Inwiefer...

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