24.09.2014 / Antifa / Seite 15

Heidnische Strategen

»Wo sind die Lieder gegen Allah?«: Der Neonazi Hendrik Möbus, ein Grundsatzartikel im Szenemagazin Ablaze und der Beginn einer Anschlagsserie auf Moscheen

Christoph Lemmer
Früher, bis etwa 2009, da kämpfte Satan gegen Jesus. Satans Jünger stellten Kreuze auf den Kopf, priesen wilde Orgien als Götzendienst – und vornehmlich in Skandinavien zündeten sie Kirchen an. Ihre Musik nannten sie »Black Metal«, bald ging daraus »National-Socialist Black Metal« (NSBM) hervor. Das Idol dieser Strömung hieß Varg Vikernes – der Sänger der norwegischen Band »Burzum« hat als verurteilter Mörder mehrere Jahre im Gefängnis verbracht. Heute überlagert ein zweites Feindbild das christliche Kreuz, nämlich der muslimische Halbmond. Von Vikernes inspirieren ließ sich auch der in Berlin lebende Thüringer Hendrik Möbus, selbst ein Star der NSBM-Szene und Betreiber des einschlägigen Versandhandels »Merchant of Death«. Auch er hat eine Freiheitsstrafe wegen Mordes verbüßt. »Wir glauben, daß Nationalsozialismus die perfekteste Synthese ist aus luziferianischem Machtwillen und neoheidnischen Prinzipien und Symbolismus«, wird Möbus in dem Sta...

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