09.08.2014 / Medien / Seite 8

»Das war der Gipfel der antirussischen Propaganda«

In Hamburg demonstrierten mehr als 350 Menschen gegen die Berichterstattung des Spiegel. Ein Gespräch mit Katrin McClean

Gitta Düperthal
Katrin McClean ist Koordinatorin der Demonstration gegen Kriegspropaganda im Magazin Der Spiegel, zu der das Hamburger Friedensnetz in Kooperation mit der Hamburger Mahnwache aufgerufen hatte

Am Donnerstag haben rund 350 Menschen vor dem Gebäude des Nachrichtenmagazins Der Spiegel in Hamburg demonstriert. Sie werfen den Blattmachern vor, Leser mit Kriegspropaganda in Angst und Empörung zu versetzen. Können Sie das an dem von Ihnen kritisierten Leitartikel im Heft 31 »Ende der Feigheit« verdeutlichen?

Offenbar sollen Deutsche dazu aufgerufen werden, nicht mehr so feige zu sein und Widerstand gegen Rußlands Präsident Wladimir Putin zu leisten. Der russische Präsident wird im Bericht als Verursacher des Krieges in der Ukraine hingestellt. Das ist eine bislang zumindest unbewiesene Behauptung; sie ist für mich der Gipfel der antirussischen Propaganda, die viele Medien seit Monaten aufgebaut haben. Der Spiegel schlußfolgert noch deutlicher: »Europa muß Putin f...

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