14.07.2014 / Feuilleton / Seite 13

Liebe, ein Wörlitzer Sound

»Alle guten Geister« von Ralph Schüller ist die CD des Jahres 2014 und wird lange halten, was sie nicht einmal verspricht, denn eitel ist der Sänger nicht

Wiglaf Droste
Es gibt eine halbe Handvoll deutschsprachiger Sänger, die Substantielles zu sagen haben. Zu den beiden Granden Danny Dziuk und Hans-Eckardt Wenzel hat sich Ralph Schüller hinzugesellt. Der in einem Kleinkaff bei Suhl in Thüringen aufgewachsene, in Leipzig lebende Musiker und Liedpoet, unterdessen Mitte Vierzig, veröffentlicht seit Jahren Lieder, die zum Feinsten gehören, was man in deutscher Sprache gesungen anhören kann. Mit seinem jüngsten Album »Alle guten Geister« begibt er sich in eine Höhe, vor der ich niederkniee wie sonst nur vor den oben schon Genannten, vor Bob Dylan, Randy Newman und, vor allen anderen, vor dem größten kleinen Mann der Welt, vor Van The Man Morrison.

Schüllers an Goethe und Brecht geschulte, aber immer eigentonlicher gewordene Texte zielen auf das Wesentliche, auf den Kern, kreisen es ein, treffen es ohne auftriumphierende Pointenfixiertheit und beweisen, als handele es sich dabei um eine Anstrengungslosigkeit, daß Klughei...

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