31.01.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Agenten im Fronteinsatz

Berlin, Washington und Warschau haben auf dem »Maidan« ihre Leute

Reinhard Lauterbach
»Ihr, das ukrainische Volk, seid unsere Auftraggeber« – so begründeten Anfang der Woche die Anführer der ukrainischen Oppositionsparteien ihre Weigerung, auf das Koalitionsangebot von Präsident Janukowitsch einzugehen. Die Aussage erfüllt zumindest den Tatbestand der Irreführung.

Witali Klitschko, der ehemalige Boxweltmeister und Führer der Partei UDAR (Ukrainische Demokratische Allianz für Reformen, aber auch »Schlag«), wird vom geheimdienstnahen US-Analysedienst »Stratfor« unverblümt als »Berlins Mann in Kiew« bezeichnet. Seine Partei entstand nach der »Orangen Revolution« mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Ziel war es, in der Ukraine eine Pro-EU-Bewegung mit politischem Gewicht zu schaffen. Denn die »Orange Revolution« hatte mit ihrer Galionsfigur, dem mit einer Beamtin des amerikanischen Außenministeriums liierten Wiktor Juschtschenko, eine aus Berliner Sicht zu amerikanische Schlagseite. Der Karriere Klitschkos kam zug...

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