11.12.2013 / Ausland / Seite 7

Menschenhandel

Ägypten: Auf Sinai-Halbinsel boomt das Geschäft mit Folter von Flüchtlingen und Lösegelderpressung

Sofian Philip Naceur, Kairo
Die Sinai-Halbinsel, Ägyptens östlichste Provinz an der Grenze zu Israel, ist bekannt für ihre Tourismushochburgen wie Scharm Al-Sheich. Vor allem seit 2012 macht die Provinz jedoch erschreckende Schlagzeilen. Neben dem Waffen- und Drogenschmuggel, der im wirtschaftlich vernachlässigten Norden der Provinz eine wichtige Einkommensquelle darstellt, ist der Menschenhandel mit Flüchtlingen vor allem aus Eritrea, Sudan und Äthiopien das wohl lukrativste Geschäft von Schmugglerbanden und kriminellen Netzwerken geworden. Diese nutzen das Machtvakuum in der Provinz und gehen seit Jahren von der Staatsgewalt weitgehend ungestört ihren brutalen Geschäften nach. 2012 veröffentlichte die Tilburg-Universität in den Niederlanden einen Bericht über die Lage von Flüchtlingen auf dem Sinai. Vergangene Woche wurde in Brüssel, London, New York, Lampedusa, Tel Aviv und Kairo eine aktualisierte Version dieses Reports mit dem Titel »The Human Trafficking Cycle: Sinai and Beyon...

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