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24.10.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Nur schöne Bundeswehr-Bilder

Filme, in denen die Armee positiv dargestellt wird, werden gefördert. Gegen Unterhaltungsmedien, in denen deutsche Soldaten negativ dargestellt werden, wird protestiert

Michael Schulze von Glaßer
Die Einsätze der Bundeswehr sind nicht bloß umstritten, die Mehrheit der Bevölkerung steht ihnen weiterhin ablehnend gegenüber. Das wollen Armee und Regierung langfristig ändern – die Menschen sollen die Truppe unterstützen und Auslandseinsätze zur Normalität erklärt werden. Um dies zu erreichen, werden Filmproduktionen, die dem Militär als nützlich erscheinen, unterstützt – und kritische Produktionen mit Kritik überzogen.

Am 27. September kam Til Schweigers neuer Film »Schutzengel« in die Kinos. Schweiger spielt darin einen ehemaligen Bundeswehrelitesoldaten und Kriegsheimkehrer, der den Auftrag bekommt, eine minderjährige Kronzeugin vor Auftragskillern zu schützen. Der Bundeswehr gefiel das, sie unterstützte den Film: Schweiger präsentierte »Schutzengel« vorab deutschen Soldaten im Bundeswehr-Camp im afghanischen Masar-i-Scharif. Dutzende – allesamt positive – Statements der Soldaten über den Film wurden in den PR-Videos wiederg...

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