19.10.2012 / Inland / Seite 8

»Personalräte haben immer weniger Einspruchsrechte«

Der »akademische Mittelbau« in Hessen wehrt sich gegen prekäre Beschäftigung an den Universitäten. Ein Gespräch mit Holger Schoneville

Gitta Düperthal
Holger Schoneville ist Sprecher des hessischen Mittelbaunetzwerkes, einer Initiative von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der hessischen Hochschulen Die Zahlen der Studierenden an Hessens Universitäten sind seit dem vergangenen Wintersemester im jetzt beginnenden um 5000 auf 138000 angestiegen, mehrere Tausend haben sich an Fachhochschulen eingeschrieben. Die Qualität der Lehre sei unterdessen aufgrund mieser Arbeitsbedingungen der Wissenschaftler gefährdet, warnen Sie. Welche Zustände herrschen? Mit über 80 Prozent des Personals ist der »Mittelbau« – also die wissenschaftlichen Angestellten – die größte Gruppe an den Universitäten. Gleichzeitig sind dessen Arbeitsbedingungen häufig durch hohe Unsicherheit gekennzeichnet. Die Verträge sind häufig befristet – nicht selten sogar auf unter ein Jahr. Es gibt einen Trend zu Kettenverträgen, zu vermehrtem Einsatz von Lehrbeauftragten, von Lehrkräften für besondere Aufgaben und außertariflich bezahlten wissenschaft...

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