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05.10.2012 / Feuilleton / Seite 12

Brav gehängt

Eine Hamburger Ausstellung enthistorisiert den chilenischen Surrealisten Roberto Matta

Falk Schreiber
Eine irgendwie steckengebliebene Künstlerkarriere: Roberto Matta galt einmal als einer der wichtigsten Maler des 20. Jahrhunderts, mit mehrmaligen Einladungen zur documenta, mit einer Teilnahme bei der Biennale von Venedig, mit großen Ausstellungen in Berlin, Paris, New York. Der 1911 geborene Chilene war in den USA sogar so etwas wie der prototypische surrealistische Künstler, was zwar auch damit zu tun hatte, daß Matta als einer der wenigen Surrealisten überhaupt Englisch sprach, und ansonsten ignoriert, daß der Künstler schon früh mit dem Surrealismus gebrochen hatte. Nichtsdestotrotz: Die Bedeutung Mattas für die zeitgenössische Kunst schien außer Frage.

Und irgendwie brach dann die Verbindung zu Matta zumindest in Deutschland ab. Vor 20 Jahren gab es eine letzte größere Ausstellung in der Münchner Hypo-Kunsthalle, seither rutscht der vor zehn Jahren in Italien verstorbene Künstler konsequent in Richtung Vergessen. Entsprechend hoch ist es dem Hambur...

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