27.09.2012 / Inland / Seite 2

»Wir verlangen Aufklärung über die Knastarbeit«

Auch in Deutschland beuten Privatfirmen Strafgefangene aus. Eine Stiftung geht jetzt dagegen vor. Gespräch mit Bettina Schneider

Gitta Düperthal
Bettina Schneider ist Geschäftsführerin der 2004 gegründeten konzern- und globalisierungskritischen Stiftung Ethecon (Stiftung für Ethik und Ökonomie)

Die Stiftung Ethecon fordert, die Ausbeutung Strafgefangener zu stoppen. In den USA machen Großkonzerne wie Microsoft, IBM und Boeing erhebliche Profite, indem sie in Haftanstalten produzieren lassen. Sie haben eine internationale Kampagne dagegen gestartet – wie ist die Situation in Deutschland?

Hierzulande wird unter dem Deckel gehalten, welche Konzerne Strafgefangene in Gefängnissen quasi Sklavenarbeit verrichten lassen, unter miesen Bedingungen und schlecht bezahlt. Vor einigen Monaten gab es eine öffentliche Debatte: Konzerne wie Ikea, Quelle und Neckermann hätten von Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen profitiert; von den skandalösen Arbeitsverhältnissen, die es in den Gefängnissen der Bundesrepublik schon immer gab, ist jedoch kaum die Rede.

Auskünfte zum Thema zu erhalten, ist schwierig. Teil un...


Artikel-Länge: 4591 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe