21.04.2010 / Thema / Seite 10

Öl gegen Waffen

Geschichte. Vasall und Spießgesell: Rumänien im Krieg (1939–1944). Teil I

Dietrich Eichholtz
Nach dem Ersten Weltkrieg war die starke wirtschaftliche Stellung Deutschlands in Rumänien verlorengegangen. Die ehemaligen deutschen Eigner – Banken und Industrie – vergaßen nie, was sie durch Niederlage und Versailler Vertrag verloren hatten. Das galt im Fall Rumäniens in erster Linie für die Deutsche Bank und die Disconto-Gesellschaft, beide seit 1929 vereinigt zu »Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft«, deren Direktoren sich noch im Zweiten Weltkrieg als berufene Treuhänder für Verlorenes und Wiederzugewinnendes in der rumänischen Erdölindustrie – und damit den einzigen bedeutenden Erdölvorkommen in Europa – fühlten.

In den Jahren der Naziherrschaft war es von Anfang an für die Eingeweihten kein Geheimnis, daß Aufrüstung, Krieg und »Neuordnung der Welt« die Schritte waren, die zur »Wiedergewinnung der Weltmachtstellung« führen sollten.

1933 rückte in Deutschland die Aufrüstung in den Mittelpunkt von Wirtschaft und Außenpoli...



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