Gegründet 1947 Mittwoch, 20. Februar 2019, Nr. 43
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
21.04.2010 / Thema / Seite 10

Öl gegen Waffen

Geschichte. Vasall und Spießgesell: Rumänien im Krieg (1939–1944). Teil I

Dietrich Eichholtz
Nach dem Ersten Weltkrieg war die starke wirtschaftliche Stellung Deutschlands in Rumänien verlorengegangen. Die ehemaligen deutschen Eigner – Banken und Industrie – vergaßen nie, was sie durch Niederlage und Versailler Vertrag verloren hatten. Das galt im Fall Rumäniens in erster Linie für die Deutsche Bank und die Disconto-Gesellschaft, beide seit 1929 vereinigt zu »Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft«, deren Direktoren sich noch im Zweiten Weltkrieg als berufene Treuhänder für Verlorenes und Wiederzugewinnendes in der rumänischen Erdölindustrie – und damit den einzigen bedeutenden Erdölvorkommen in Europa – fühlten.

In den Jahren der Naziherrschaft war es von Anfang an für die Eingeweihten kein Geheimnis, daß Aufrüstung, Krieg und »Neuordnung der Welt« die Schritte waren, die zur »Wiedergewinnung der Weltmachtstellung« führen sollten.

1933 rückte in Deutschland die Aufrüstung in den Mittelpunkt von Wirtschaft und Außenpoli...



Artikel-Länge: 20269 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €