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27.11.2009 / Inland / Seite 4

Gängeviertel wird nicht geräumt

Hamburger Oberlandesgericht weist Klage von Finanzinvestor zurück. Besetzer dürfen vorerst bleiben

Mirko Knoche, Hamburg
Die Künstler im besetzten Hamburger Gängeviertel müssen in naher Zukunft keine Räumung befürchten. Das Hanseatische Oberlandesgericht hatte am Mittwoch in zweiter Instanz einen entsprechenden Antrag der Firma Hanzevast abgelehnt. Hanzevast ist ein niederländischer Finanzinvestor, der die verbliebenen Reste der historischen Neustadt einebnen will. An deren Stelle sollen Büros und Luxuswohnungen entstehen. Aus Protest hatten Ende August zweihundert Künstler das Gelände besetzt. Sie stellten im Karree Gemälde, Skulpturen und Installationen aus.

Die Stadt Hamburg besitzt über ihre Wohnungsbaugesellschaft SAGA den Großteil der denkmalgeschützten Gebäude. Vertragsgemäß soll Hanzevast den Kaufpreis in drei Raten zahlen. Im Oktober kam die erste Enttäuschung für die Gängeviertel-Besetzer. Trotz finanzieller Turbulenzen war die niederländische Heuschrecke in der Lage, die zweite Rate zu begleichen. Bis dahin waren die Kulturschaffenden davon ausgegangen, das Gelä...

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