14.11.2009 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Wir leben in einer Unrechtsgesellschaft«

Gespräch mit Georg Kreisler. Über Hanns Eisler, die Begegnung mit Naziverbrechern, Folter im Krieg, Anarchismus und die Notwendigkeit einer Revolution

Thomas Wagner
Georg Franz Kreisler (geb. 1922 in Wien) ist Kabarettist, Komponist, Satiriker und Schriftsteller. Als Kind einer jüdischen Familie gelingt ihm 1938 zusammen mit seinen Eltern die Flucht in die USA. Bekannt wurde er vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren mit seinen hintergründigen Liedern. Noch heute bekannt ist »Taubenvergiften im Park«. Seit 2001 tritt Kreisler nicht mehr mit seinen Chansons auf. Er schreibt statt dessen Romane, Geschichten und Essays oder komponiert. Kreisler besitzt die US-Staatsbürgerschaft und lebt heute in Salzburg.

Sie sind mit Ihrem neuen Buch »Letzte Lieder« auf Lesereise. Darin schreiben Sie, daß Sie sich selbst wohl nicht allzu sympathisch wären, würden Sie sich auf einer Cocktail-Party begegnen. Wie meinen Sie das?

Von jemandem wie mir erwartet man eine besonders geistreiche Konversation oder etwas Witziges. Aber das bin ich nicht. Witzige und geistreiche Dinge fallen mir in der Schreibstube ein und nicht im Stegreif, wen...

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