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02.03.2009 / Inland / Seite 4

Atomkonzern unter Druck

RWE will ins geplante bulgarische AKW Belene investieren. Umweltschützer protestieren. Jetzt fürchtet der Energieriese um sein Image

Michael Schulze von Glaßer
Es geschieht nicht alle Tage, daß ein Energiekonzern bei einer Menschenrechts- und Umweltschutzgruppe um ein Gespräch bittet. Die kleine Nichtregierungsorganisa­tion (NGO) »urgewald«, erhielt in der vergangenen Woche indes gleich mehrere Anrufe von RWE, dem zweitgrößten Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. »RWE wollte mit uns über das umstrittene bulgarische Kernkraftwerk Belene diskutieren«, berichtete Heffa Schücking, Geschäftsführerin von »urgewald«.

Der Zeitpunkt des Anrufs war gut gewählt. Die NGO bereitet derzeit eine Aktionswoche vor, die dem Unternehmen sehr ungelegen kommen dürfte. Vom 2. bis zum 8. März soll in mehr als 40 Städten gegen die Atompolitik von RWE protestiert werden. »Die Zahl der angekündigten Aktionen steigt beinahe täglich«, so Schücking. Bei den gemeinsam mit dem Antiatomnetzwerk »ausgestrahlt« vorbereiteten Kundgebungen vor Kundencentern von RWE und seinen Tochterunternehmen geht es den Umweltschützern nicht zuletzt u...

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